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Stadtentwicklungsplanung Brugg
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Von der Motion zur Verabschiedung der «Stadtentwicklungsstrategie»
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In einer Motion des Einwohnerrates vom März 2004 wurde der Stadtrat dazu aufgefordert, sich dem Thema städtische Entwicklungsplanung anzunehmen. Die Motion geht davon aus, dass zukünftige Entwicklungen nur erfolgreich bewältigt werden können, wenn die Stadt Brugg möglichst früh über eine stadtweite Entwicklungsvision verfügt. Daraufhin hat die Stadt Brugg die «Stadtentwicklungsstrategie Brugg» ausgearbeitet. Sie wurde im August 2009 vom Stadtrat verabschiedet.
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Zielsetzung des Projektes
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Die «Stadtentwicklungsstrategie» dient der Stadt Brugg in ihrer Entwicklung als Kompass und als Grundlage für die Auslösung von konkreten Massnahmen zur Stadtentwicklung. Ausgehend von einer Vision Brugg 2025 sind Strategien und Massnahmen für den Wirtschaftsstandort, den Wohnstandort, den Bildungsstandort und für Brugg als Regionalzentrum formuliert worden. Die «Stadtentwicklungsstrategie» gibt ausserdem den Rahmen für die Umsetzung der Massnahmen vor.
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Beteiligte
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Das Projekt wurde unter der Leitung des Stadtbauamtes durchgeführt. Für eine externe Begleitung war das Planungs- und Beratungsunternehmen Ernst Basler + Partner AG beauftragt. Die Arbeiten der externen Fachleute wurden von einer Begleitkommission mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Brugg diskutiert und mitgestaltet. Die Begleitkommission besteht aus sieben Personen aus Stadtrat, Verwaltung und Planung (siehe rechte Spalte).
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Für die Formulierung der «Vision Brugg 2025» wurde ein breiterer Kreis aus Vertreterinnen und Vertretern von Politik, Wirtschaft, Verbänden und weiteren Institutionen einbezogen.
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Im Herbst 2008 informierte der Stadtrat die interessierte Bevölkerung an einer ersten Informationsveranstaltung über den Stand der Arbeiten. Zum Abschluss der «Stadtentwicklungsstrategie» findet am 21. September 2009 eine zweite öffentliche Veranstaltung statt.
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Inhalte der «Stadtentwicklungsstrategie»
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Die Stadtentwicklungsstrategie enthält eine Situationsbetrachtung, eine Vision zur Stadt Brugg sowie 18 Strategien und 37 Massnahmen. Die Strategie gibt zudem Hinweise für den weiteren Prozess und die Umsetzung.
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Als Fazit zur Entwicklung in den letzten zwanzig Jahren und der heutigen Situation wurden die folgenden Erkenntnisse als zentral erachtet:
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- Profilverschiebung vom Wirtschafts- zum Wohnstandort, aber positive Signale in der Wirtschaft in den letzten Jahren
- Als Kleinzentrum kein primärer Standort der wertschöpfungsstarken Wissensökonomie, aber vorhandene Potenziale für eine stärkere Synergienutzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft für technologieorientierte Unternehmen
- Herausragende Qualitäten als Wohnstandort, insbesondere durch vielfältige Wohnangebote (Abbildung 1) und die Attraktivität des Landschaftsraumes (Abbildung 2)
- Nur noch begrenzte Flächenangebote in der Stadt Brugg
- Deutliche soziale Unterschiede zwischen den Quartieren, aber keine ganzen Quartiere mit besonderen Problemsituationen
- Starke Verflechtung mit weiteren Gemeinden, aber keine gemeinsame Strategie für das Regionalzentrum
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Abbildung 1:
Heutige Situation: Vielfältige Wohntypologien als Qualitätsmerkmal der Stadt Brugg
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» Vergrösserung
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Abbildung 2:
Heutige Situation: Attraktive Bezüge der Kleinstadt zur Flusslandschaft
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Ein Blick in die Zukunft zeigt: Schweizweit und global ablaufende Trends gehen nicht spurlos an der Stadt Brugg vorbei. Es kommen neue Herausforderungen auf die Stadt zu:
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- Der Wettbewerb zwischen Städten und Regionen verstärkt sich.
Die Stadt Brugg muss sich im «Sandwich» zwischen Aarau und Baden bzw. Basel und Zürich klar positionieren
- Die Bedeutung der "Ressource Wissen" in der Wirtschaft nimmt zu
- Die Beanspruchung des knappen Gutes Boden steigt
- Das Bevölkerungswachstum verringert sich, die Alterung der Bevölkerung schreitet voran und die Vielfalt an Lebensstilen wird grösser
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Vor dem Hintergrund der heutigen und zukünftigen Herausforderungen entwickelte die Begleitkommission zusammen mit Vertretenden aus Politik, Wirtschaft und weiteren Institutionen im Frühjahr 2008 eine Vision (Abbildung 3) mit fünf Kernelementen:
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Die Stadt Brugg ist innovativ Die Stadt Brugg ist einer der wichtigen Bildungs- und Wissensstandorte in der Nordschweiz. Brugg zeichnet sich aus durch intensive Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zur Nutzung von Synergien für Forschung und Entwicklung. Die Fachhochschule Nordwestschweiz bzw. die «Vision Mitte» ist das Herz des Wissensstandortes: Die Stadt Brugg setzt sich für dessen laufende quantitative und qualitative Stärkung ein.
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Die Stadt Brugg wächst Die Stadt Brugg partizipiert am Bevölkerungs- und Beschäftigtenwachstum im Kanton Aargau. Sie erfährt einen stetigen Zuwachs an Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Beschäftigten. Im Jahr 2025 weist die Stadt Brugg auf dem heutigen Stadtgebiet rund 10’000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie 6’600 Arbeitsplätze auf (je rund 10% mehr als im Jahr 2008).
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Die Stadt Brugg ist lebenswert Eingebettet in ein attraktives naturräumliches Umfeld weist die Stadt Brugg eine überdurchschnittliche städtebauliche und landschaftliche Qualität auf. Zusammen mit der guten Erreichbarkeit werden die hohe städtebauliche und landschaftliche Attraktivität als Standortfaktoren zur Profilierung des Wohnstandortes genutzt.
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Die Stadt Brugg ist städtisch Mit attraktiven städtischen Kultur-, Unterhaltungs- und Versorgungsangeboten hebt sich die Stadt Brugg von ländlichen Gemeinden oder Agglomerationsgemeinden ab. Die Stadt ist aber auch übersichtlich und kompakt: Sie weist die Stärke der kurzen Wege, der engen Verzahnung von Wohnen, Arbeiten und Versorgen in städtischer Atmosphäre auf.
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Die Stadt Brugg ist Regionalzentrum Die Stadt Brugg versteht sich als Zentrum der Region Brugg mit den entsprechenden Kultur-, Unterhaltungs- und Versorgungsangeboten. Die Stadt übernimmt eine aktive Rolle und ist der «Motor» in der Stärkung der regionalen Identität und Zusammenarbeit. Die Stadt Brugg versteht sich als «Brücke» in der Region: Auf der «Brücke» begegnen sich die regionalen Akteurinnen und Akteure und bestimmen die weitere Entwicklung der Region.
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Abbildung 3: Graphische Umsetzung Vision Brugg 2025
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Aus diesen Zielvorstellungen hat die Stadt Brugg eine Vielzahl von Strategien und Massnahmen(Abbildung 4) abgeleitet. Sie ermöglichen, dass die Stadt Brugg sich schrittweise auf die formulierte Vision hinbewegt.
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Abbildung 4: Strategien und Massnahmen
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Strategien und Massnahmen
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Weiterer Prozess und Umsetzung
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Für die Umsetzung trägt der Stadtrat die Verantwortung. Er wird dazu eng mit dem Einwohnerrat, der Stadtverwaltung, Verbänden und privaten Akteurinnen und Akteuren, den Bildungsinstitutionen, «Brugg Regio» und den Nachbargemeinden zusammen arbeiten.
Stadtentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess. Der Stadtrat überprüft daher die «Stadtentwicklungsstrategie» in regelmässigen Abständen und passt sie bei Bedarf an. Zur Integration der «Stadtentwicklungsstrategie» in den politischen Prozess werden die Massnahmen ab 2010 mit den Legislaturschwerpunkten verknüpft.
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Zu den ersten Massnahmen, die initiiert und umgesetzt werden, gehören:
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- die Einführung eines Bonussystems für Verdichtungsmassnahmen (Massnahme Nr. 4),
- die Überprüfung der planungsrechtlichen Bestimmungen für die Altstadt (Massnahme Nr. 5),
- flankierende Massnahmen für die Zurzacherstrasse (Massnahme Nr. 8),
- die langfristige Schulraumplanung (Massnahme Nr. 37).
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Am 21. September 2009 findet die zweite Informationsveranstaltung für die interessierte Bevölkerung statt. Wir freuen uns darauf, Sie begrüssen zu dürfen.
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