Siedlungsentwässerung

Die Abteilung Planung und Bau plant, betreibt, unterhält und erneuert die Abwasseranlagen wie Kanalisationsleitungen, Pumpwerke, Regenbecken und Fangkanäle. Es vollzieht die Massnahmen zum Schutz der Gewässer im Rahmen der Gesetzgebung und ist zuständig für alle im Stadtgebiet anfallenden Abwässer.
Sanierung der Schmutzwasserleitung Schöneggstrasse
 
Die Koordinationsplanung zwischen der Stadt Brugg und der IBB Energie AG ergab die Notwendigkeit für die Sanierung der Schmutzwasserleitung und die Erneuerung der Werkleitungen in der Schöneggstrasse. Im Rahmen der Generellen Entwässerungsplanung GEP zeigte sich, dass die bestehende Kanalisation in der Schöneggstrasse aus den 1960er Jahren den heutigen Anforderungen qualitativ nicht mehr genügt. Sie besteht aus undichten Normalbetonrohren und weist einen Durchmesser zwischen 300 mm und 600 mm auf. Das kritische Alter der Trinkwasser- und Erdgasleitungen sowie der Erweiterungsbedarf bei den Kabelrohrblöcken für Elektrizität löst auch bei der IBB Energie AG eine entsprechende Werkleitungserneuerung aus.

Mit Kanalfernsehaufnahmen wurde die Kanalisationsleitung neu auf ihren Zustand hin untersucht. Risse, harte Ablagerungen, schlecht verputzte Einläufe und die Spitzmuffenverbindungen führen dazu, dass die Leitung undicht ist und nicht mehr den Gewässerschutzbestimmungen entspricht. Die Sanierung der Leitung ist daher notwendig.

Die Detailplanung wurde in Koordination mit der IBB Energie AG begonnen. In einer nächsten Phase werden die Liegenschaftsbesitzer bezüglich den Hausanschlussleitungen und dem Bauablauf kontaktiert und orientiert.
 
 
 
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Sanierung der Schmutzwasserleitung in der Parkstrasse
 
Die Koordinationsplanung zwischen der Stadt Brugg und der IBB Energie AG ergab die Notwendigkeit für die Sanierung der Schmutzwasserleitung und die Erneuerung der Werkleitungen in der Parkstrasse. Im Rahmen der Generellen Entwässerungsplanung GEP zeigt sich, dass die bestehende Kanalisation in der Parkstrasse aus den 1950er Jahren den heutigen Anforderungen qualitativ nicht mehr genügen. Mit der Erneuerung der Schmutzwasserleitung wird ein weiterer Beitrag zur Erfüllung der Gewässerschutzvorschriften geleistet. Durch die koordinierte Leitungserneuerung zwischen der IBB Energie AG, der Stadt Brugg und Dritten können Synergien genutzt werden, was sich wiederum in Kosteneinsparungen für beide Beteiligten auswirkt. Die gleichzeitige Erneuerung der Leitungen konzentriert die Beeinträchtigungen und Behinderungen der Verkehrsteilnehmer und Anstösser der Parkstrasse während der Bauzeit auf ein Minimum.
Die Bauarbeiten wurden im Mai 2016 gestartet und dauern bis voraussichtlich Spätherbst 2016.
 
 
 
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Sanierung des Abwasserpumpwerks "Auhof"
 
Die Gemeinden Untersiggenthal und Turgi haben beschlossen, ihre sanierungsbedürftige ARA „Unterau“ aufzuheben und das Abwasser zukünftig durch eine Druckleitung in die ARA „Brugg-Birrfeld“ in Windisch zu leiten und dort reinigen zu lassen. Dies macht unter dem Aspekt des Gewässerschutzes und der Nachhaltigkeit Sinn. Das kantonale Konzept Abwasserreinigung vom Juni 2014 bildet die Grundlage für die Regionalisierung und Optimierung der Abwasserreinigung. Die Erfahrung zeigt, dass grössere ARAs bedeutend kostengünstiger betrieben und bei Bedarf ausgebaut werden können als kleinere Anlagen. Der Abwasserverband „Untersiggenthal-Turgi“ kann mit der Aufhebung seiner ARA und dem Anschluss an die „ARA Brugg-Birrfeld“ von der grösseren Betriebssicherheit, einem besseren Reinigungswirkungsgrad und damit vom ökologischen Vorteil profitieren. Mit der gemeinsamen Lösung im vorliegenden Sanierungsbegehren kann auch die Stadt Brugg von beträchtlichen Kosteneinsparungen profitieren. Der Stadtrat beurteilt die Sanierung des in die Jahre gekommenen Abwasserpumpwerkes „Auhof“, welches nun durch das Zusammenschlussprojekt ausgelöst wird, als zweckmässig und sinnvoll.
Die Sanierungsarbeiten sind im Gange.
 
 
 
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Neubau einer Sauberwasserleitung im Gebiet Stapfer
 

 
Das Gebiet „Stapfer-Hallwyler-Spiegelgasse“ westlich der Altstadt wird heute im Mischwassersystem entwässert. Das heisst, es werden alle Abwässer sowohl Schmutz, Fremd- und Regenwasser in einer gemeinsamen Leitung gemischt abgeführt. Die Generelle Entwässerungsplanung (GEP) der Stadt Brugg, welche in den letzten Jahren gesamthaft überarbeitet und im Sommer 2017 mit der Genehmigung durch den Kanton abgeschlossen wurde, hat zum Ziel, dass möglichst wenig nicht verschmutztes Fremd- und Regenwasser in die Kanalisationsleitungen geführt wird. Das Ableiten von „sauberem“ Wasser in die Abwasserleitungen ist ökologisch nicht sinnvoll und unwirtschaftlich, da es mit dem Schmutzwasser vermischt in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) aufwendig gereinigt werden muss. Die Gewässerschutzgesetz (GSchG) sieht vor, dass nicht verschmutztes Wasser grundsätzlich im Boden zu versichern sei oder andernfalls in ein oberirdisches Gewässer (Aare) eingeleitet wird. Damit kann das saubere Wasser wieder dem Grundwasser zugeführt werden.

Für das Gebiet „Stapfer-Hallwyler-Spiegelgasse“ sieht das GEP das Teiltrennsystem vor. Aufgrund der fehlenden Möglichkeit der Versickerung (felsiger Untergrund) soll das nicht verschmutzte Wasser der Aare zugeführt werden.

Der Zeitpunkt für die Umsetzung dieser GEP-Massnahme ist ideal. Die Gesamtsanierung des Schulhauses Stapfer ermöglicht es, dass mit der umfassenden Erneuerung der Infrastrukturleitungen auch die Dach- und Sickerwasser separat abgeleitet werden kann. Weiter befinden sich im besagten Perimeter fünf Brunnen, welche nun über die geplante und neu zu erstellende Sauberwasserleitung entwässert werden können. Ebenfalls sollen das Dach- und Sickerwasser der angrenzenden Liegenschaften, soweit wirtschaftlich machbar, an die neue Leitung angeschlossen werden.

Das Sanierungsprojekt des Schulhauses löst bei der IBB Energie AG ein entsprechendes Erneuerungsprojekt einer Vielzahl von Infrastrukturleitungen aus. Die Planung und Ausführung findet zwischen der Stadt Brugg und der IBB Energie AG koordiniert statt, was wiederum Synergien zur Folge hat.
 
 
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Generelle Entwässerungsplanung
 
Die generelle Entwässerungsplanung der Stadt Brugg aus den Jahren 1991 und 1996 entspricht nicht mehr dem heutigen Stand und muss erneuert werden. Die Neuvermessung ermöglichte die Erstellung eines digitalen Abwasserkatasters, welcher kürzlich fertiggestellt wurde. Er dient der Stadtverwaltung als wichtiges Planungsinstrument und ist die ideale Grundlage für die Gesamtüberarbeitung des GEP.

In enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachstellen, der IBB Energie AG, der Abteilung Planung und Bau sowie dem beauftragten GEP-Ingenieur konnte die Entwässerungsplanung im Sommer 2016 abgeschlossen werden.
 
 
 
Sanierung, Erweiterung und Betrieb einer gemeinsamen Abwasserreinigungsanlage für die Stadt Brugg und die Gemeinde Schinznach-Bad im Ortsteil Umiken
 

 
Mit der Fusion mit der Gemeinde Umiken gingen die Abwasserreinigungsanlage (ARA) wie alle übrigen Infrastrukturen ins Eigentum der Stadt Brugg über. Im Schlussbericht der Projektleitung, welcher der Einwohnerratsvorlage zur Fusion beigelegen hat, wurde beschrieben, dass die Anlage die Umweltvorschriften erfüllt, jedoch in den nächsten Jahren saniert werden muss.
Bereits vor der Fusin entwickelten der Gemeinderat Umiken und der Gemeinderat Schinznach-Bad Konzepte zur Weiterentwicklung der Abwasserreinigung ihrer Gemeinden. Die ARA Schinznach-Bad hat ihre Gebrauchsdauer erreicht und muss daher grundlegend saniert werden. Bei der ARA Umiken haben die elektrischen und mechanischen Ausrüstungen die Gebrauchsdauer erreicht. Auch die Bausubstanz ist teilweise sanierungsbedürftig.
Aufgrund der wirtschaftlichen, betrieblichen aber auch ökologischen Überlegungen zum Gewässerschutz bemühte sich der Gemeinderat Schinznach-Bad um eine Zusammenarbeit in der Abwasserreinigung mit der Stadt Brugg. Eine gemeinsame Abwasserreinigung bedeutet tiefere Jahreskosten sowie einen stabilieren und professionelleren Betrieb. Zudem müssen künftige Ausbauten (neue gesetzliche Vorschriften) nur noch auf einer ARA realisiert werden. Dies führt zu wesentlich günstigeren spezifischen Kosten pro Einwohnerin und Einwohner. Mit den kommenden Herausforderungen an die Reinigungsleistung der ARA (Stichwort: Elimination von Mikroverunreinigungen) wird die Zusammenarbeit nochmals an Bedeutung gewinnen.

Nach der Sanierung konnte die ARA Umiken mit dem Anschluss von Schinznach Bad im August 2016 erfolgreich in Betrieb gesetzt werden. Bis Ende 2016 erfolgen noch Feinjustierungen und restliche Fertigstellungsarbeiten.
 
 
 

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