Todesfall

Was ist unmittelbar nach einem Todesfall zu tun?

Wenn jemand zu Hause gestorben ist, muss der behandelnde Arzt bzw. die Ärztin (wenn nicht erreichbar, der Notfallarzt) benachrichtigt werden. Dieser/Diese stellt die Todesbescheinigung zuhanden des Bestattungsamtes aus. Tritt der Tod im Spital oder in einem Alters- und Pflegeheim ein, wird die ärztliche Todesbescheinigung direkt dem Zivilstandsamt zugestellt. Bei einem gewaltsamen Tod (Unfall oder Suizid) muss die Polizei informiert werden. Als nächstes muss ein Bestattungsinstitut für die Überführung des Leichnams ins Krematorium oder auf den Friedhof gewählt werden.

Auswärtige Todesfälle

Ist der Tod in einer anderen Gemeinde eingetreten, muss vorweg die Anzeige des Todesfalls an das zuständige Zivilstandsamt des Todesortes vorgenommen werden. Hatte die verstorbene Person ihren letzten Wohnsitz in Brugg oder soll die Bestattung in Brugg erfolgen, ist nach der Anzeige des Todesfalls beim Zivilstandsamt am Todesort auch dem Bestattungsamt Brugg Meldung zu machen.

Der Gang zum Bestattungsamt

Ist der Todesfall in der Stadt Brugg eingetreten, ist dieser möglichst rasch (gemäss den gesetzlichen Vorschriften innert zwei Tagen) dem Bestattungsamt während den ordentlichen Öffnungszeiten telefonisch zu melden (Tel. 056 461 76 24). Das Bestattungsamt ist auch ausserhalb der Öffnungszeiten unter der Nummer 056 461 76 80 erreichbar. Zur Anmeldung sind verpflichtet der Ehegatte bzw. die Ehegattin, die Kinder und deren Ehegatten, sodann der Reihe nach, die dem/der Verstorbenen nächstverwandte ortsanwesende Person, der Vorsteher des Haushalts bzw. des Heims, in dem der Tod erfolgte oder wo der/die Verstorbene gefunden wurde, und schliesslich jede Person, die beim Tod zugegen war oder die Leiche gefunden hat. Andere Personen, so insbesondere auch Vertreter von Bestattungsinstituten, können nur mit schriftlicher Vollmacht eines Anzeigepflichtigen den Tod anmelden.

Zur Anmeldung beim Bestattungsamt sind folgende Unterlagen mitzunehmen:
ärztliche Todesbescheinigung der verstorbenen Person (wenn der Tod Zuhause eingetroffen ist):
Niederlassungs- oder Ausländerausweis und der ausländische Pass

Erdbestattung oder Kremation

Diese Entscheidung muss im Sinne des Verstorbenen gefällt werden. Möglicherweise sind die Bestattungswünsche testamentarisch festgehalten oder mündlich weitergegeben worden. Andernfalls entscheiden die Angehörigen darüber. Wir beraten Sie gerne in diesen Fragen. Das Bestattungsamt ordnet die Erdbestattung oder Kremation an. Die Bestattung oder die Kremation kann frühestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes durchgeführt werden. Die Überführung des Verstorbenen kann auf Wunsch der Angehörigen durch das Bestattungsamt veranlasst werden.

Aufbahrung

Eine Aufbahrung ist im Krematorium, beim zuständigen Bestattungsinstitut oder in der Institution am Süssbach (ehemals Bezirksspital Brugg) möglich. Das Bestattungsamt Brugg erteilt Ihnen gerne weitere Auskünfte.

Grabwahl

Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen zur Auswahl:
Erdbestattungs- oder Urnengrab
Urnenfeld
Gemeinschaftsgrab
Keine Beisetzung der Urne
Die Urne kann auch in einem bestehenden Grab beigesetzt werden.

Abdankung

Die Abdankungsfeier findet wahlweise je nach Konfession in der katholischen oder reformierten Kirche, in der Abdankungshalle sowie in Lokalen anderer Religionsgemeinschaften statt. Es ist auch möglich, auf eine offizielle Feier zu verzichten oder lediglich am Grab eine Besinnung zu halten. Das Datum der Abdankung legen Sie gemeinsam mit dem Bestattungsamt fest. Die Gottesdienste beginnen jeweils um 10.30 in der katholischen Kirche, 11.00 oder 14.00 Uhr in der reformierten Kirche oder in der Abdankungshalle auf dem Friedhof Brugg. Die Beisetzung findet immer vorher statt. Die Angehörigen besprechen mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin die Gestaltung der Abdankungsfeier und sind für den gewünschten Blumenschmuck besorgt. Es ist ihnen überlassen, ob sie eine persönliche Todesanzeige in der Zeitung aufgeben.

Bestattungsanzeige

Das Bestattungsamt erstellt die Bestattungsanzeige und informiert die zuständigen Personen und Stellen. Auch sämtliche gemeindeinternen Stellen werden vom Bestattungsamt direkt informiert (Steueramt, Einwohnerkontrolle, AHV-Zweigstelle, Inventurbehörde etc.). Den Angehörigen wird empfohlen, alle vertraglichen Verpflichtungen des Verstorbenen zu kündigen bzw. anzupassen.

Finanzielles

Für Verstorbene, die ihren letzten Wohnsitz in der Friedhofgemeinde hatten, werden die Kosten für den Grabplatz und die Herrichtung des Grabes durch die Friedhofgemeinde übernommen. Alle weiteren Kosten wie Kremation, Sarg, Überführung etc. gehen zu Lasten der Angehörigen.

Nachlassinventar

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Erklärung über die Bestattungsart

Sie möchten eine Erklärung über die Bestattungsart abgeben. Beziehen Sie das entsprechende Formular beim Bestattungsamt. Sie können das ausgefüllte Formular in ihrem Familienbüchlein aufbewahren oder einer verwandten Person übergeben. Soll das Formular beim Bestattungsamt deponiert werden, bitten wir Sie dieses der Stadtkanzlei zur Beglaubigung Ihrer Unterschrift und zur Bezahlung der Gebühr von Fr. 30.00 vorbeizubringen. Die Beglaubigung kann auch von einem Notar vorgenommen werden.
» Erklärung zur Bestattungsart