Mitteilung des Stadtrates Brugg

9. Januar 2019

Mit der Sauberwasserleitung im Gebiet Stapfer konnte eine weitere Massnahme aus dem Generellen Entwässerungsplan umgesetzt werden.

 

Das Gebiet «Stapfer» westlich der Altstadt wurde letztes Jahr noch im sogenannten Mischwassersystem entwässert. Das heisst, es wurden alle Abwässer, sowohl Schmutz-, Fremd- und Regenwasser, in einer gemeinsamen Leitung gemischt abgeführt. Die neu überarbeitete Generelle Entwässerungsplanung (GEP) der Stadt Brugg hat zum Ziel, dass möglichst wenig nicht verschmutztes Fremd- und Regenwasser in die Kanalisationsleitungen geführt wird. Das Ableiten von «sauberem» Wasser in die Abwasserleitungen ist ökologisch nicht sinnvoll und unwirtschaftlich, da es mit dem Schmutzwasser vermischt in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) aufwendig gereinigt werden muss. Das Gewässerschutzgesetz (GSchG) und die kantonalen Vorgaben verpflichten die Gemeinden, das nicht verschmutzte Wasser im Boden versickern zu lassen oder andernfalls in ein oberirdisches Gewässer (Aare) einzuleiten. Damit kann das saubere Wasser wieder dem Grundwasser (Trinkwasserreserve) zugeführt werden.

 

Für das Gebiet «Stapfer» sieht der GEP das Teiltrennsystem vor. Aufgrund der fehlenden Möglichkeit der Versickerung (felsiger Untergrund) wird das nicht verschmutzte Wasser neu der Aare zugeführt.

 

Die Gesamtsanierung des Schulhauses Stapfer ermöglichte es, dass mit der umfassenden Erneuerung der Infrastrukturleitungen nun auch das Dach- und Sickerwasser separat abgeleitet werden kann. Ein weiterer Nutzen bringen die erstellten Anschlüsse des Stapferschulhausbrunnens, des Hallwylerbrunnens, des Spiegelbrunnens und des Kirchhofbrunnens in die Sauberwasserleitung.

 

Die Abteilung Planung und Bau freut sich mit allen Projektbeteiligten über den gelungenen Abschluss der aufwendigen Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe der Schulanlagen. Die neu erstellte Sauberwasserleitung wurde Ende des letzten Jahres durch die kantonale Fachstelle erfolgreich abgenommen. 

 

 (SR)