Mitteilung des Stadtrates

16. Juli 2019

Belebte Wohnaltstadt Brugg - Altstadt-Entwicklungsleitbild 2019

 

Die Stadt Brugg hat zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Altstadt das Altstadt-Entwicklungsleitbild 2019 erarbeitet. Dieses beinhaltet eine Vision und ein Zielbild für das Leben und Arbeiten in der Altstadt und zeigt den Ablauf des weiteren Altstadt-Entwicklungsprozesses sowie erste Umsetzungsmassnahmen auf.

 

Die Altstadt mit ihrer schützenswerten Bausubstanz und der vorhandenen Nutzungsdurchmischung von Gewerbe, Gastronomie, Kultur und Wohnen ist der identitätsstiftende Ort der Stadt Brugg. Bislang fehlte jedoch eine von den in der Altstadt aktiven Vereinen und Interessensvertretenden sowie Behörden und Verwaltung gemeinsam getragene Strategie, wohin sich die Brugger Altstadt entwickeln soll.

 

Der Stadtrat beschloss deshalb im Herbst 2018, gemeinsam mit den Altstadtvertretenden ein erstes Altstadt-Entwicklungsleitbild zu erarbeiten und den weiteren Altstadt-Entwicklungsprozess zu definieren. Als Pilotstadt hat Brugg die erste Phase des von der IG Aargauer Altstädte entwickelten Musterprozesses zur Altstadtentwicklung durchgeführt.

Das vorliegende Altstadt-Entwicklungsleitbild 2019 wurde auf Basis von drei zwischen Dezember 2018 und März 2019 mit rund 20 Altstadtvertreterinnen und -vertretern durchgeführten Veranstaltungen erarbeitet. Eine kleinere Begleitgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus der Altstadt und der Verwaltung, hat das Altstadt-Entwicklungsleitbild illustriert und basierend auf den für die Altstadt als wichtig aufgeführten Potentialen und Defiziten das vorliegende Zielbild ausgearbeitet. Die an der ersten Prozessphase beteiligten Personen haben das Altstadt-Entwicklungsleitbild an der Schlussveranstaltung vom 5. Juni 2019 verabschiedet.

 

Das Altstadt-Entwicklungsleitbild bildet die Grundlage für den weiteren Altstadt-Entwicklungsprozess und soll in dessen weiterem Verlauf fortlaufend vertieft und aktualisiert werden. Die Brugger Altstadt ist als belebte Wohnaltstadt weiter zu entwickeln und in den bestehenden Qualitäten zu stärken. Als wichtigen Bestandteil der rollenden Altstadt-Entwicklung gilt es, den regelmässigen Austausch zwischen Altstadtvertreterinnen und -vertretern und der Stadt zu institutionalisieren. Dazu wird der «Runde Tisch Altstadt» eingeführt. Dieser wird zwei Mal jährlich unter der Leitung von Frau Stadtammann Barbara Horlacher und der Teilnahme des Ressortvorstehers Planung und Bau Reto Wettstein sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der Stadtverwaltung stattfinden.

 

Als eine der ersten Umsetzungsmassnahmen wird mit der Überprüfung des Abfallentsorgungskonzepts das heute zum Teil unbefriedigende Entsorgungs- und Bewirtschaftungssystem für die Altstadt verbessert. Die Stadt wird zudem Massnahmen zur Einhaltung des bestehenden Verkehrs- und Parkierungsregimes in der Altstadt ergreifen. Weiter sollen die Auffindbarkeit der Altstadt und die Beschilderungen an den Zugängen zur Altstadt optimiert werden. Die Stadt wird die Grundeigentümer und Gewerbetreibenden bei der weiteren Begrünung und Aneignung des öffentlichen Raums beraten und unterstützen.

 

In der ersten Prozessphase genannte Ideen und Fragestellungen, die im Moment nicht weiter bearbeitet werden, sind in einem Themenspeicher erfasst und können in einer weiteren Prozessphase aufgenommen und behandelt werden. Ende 2020 ist die Durchführung der nächsten Prozessphase geplant. Die zu vertiefenden Themen der zweiten Prozessphase sind gemeinsam mit den Altstadtvertretenden am «Runden Tisch Altstadt» zu definieren.

 

Die Stadt Brugg bekennt sich zur Altstadt und schafft mit dem erarbeiteten Altstadt-Entwicklungsleitbild 2019 die Basis für die weitere rollende Altstadtentwicklung und eine belebte Wohnaltstadt.

 

(SR)