Strassen und Verkehr

Die Abteilung Planung und Bau plant, koordiniert und realisiert als Baufachorgan des Stadtrates Bauvorhaben im öffentlichen Strassenraum. Dazu gehören Strassen, Velo- und Gehwege, Plätze, Parkanlagen, Brücken und Unterführungen. Kantonale Tiefbauprojekte (Kantonsstrassen, Brücken, Tunnel) werden zusammen mit dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt betreut. Für die Strassenbeleuchtung ist in erster Linie die IBB Strom AG zuständig.
Erneuerung Fröhlichstrasse und Signalisierung Begegnungszone
 

 
Zur Beruhigung der Verkehrsflüsse und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Langsam- und Fussgängerverkehr im Bereich des Gesundheitszentrums soll auf der Fröhlichstrasse, nördlich der Einmündung Laur-/Altenburgerstrasse und im anschliessenden Bereich bis vor die Verzweigung Nigglistrasse, eine Begegnungszone signalisiert werden.
Die Begegnungszone wurde ordentlich ausgeschrieben, und damit kann Tempo-20-Zone gemäss Art. 2a der Signalisationsverordnung signalisiert werden.

Der Baukredit zur Erneuerung der Fröhlichstrasse im Bereich des Gesundheitszentrums wird dem Einwohnerrat voraussichtlich anfangs 2019 vorgelegt.
Der Strassenabschnitt soll nach der Fertigstellung des Grossprojektes AKKORD voraussichtlich im Jahr 2020 neu erstellt werden. Mit der Fertigstellung der Strassenbeläge wird die Begegnungszone signalisiert.
 
 
Öffentliche Auflage
 
PDF Icon   Übersichtsplan
PDF Icon   Verkehrsgutachten
PDF Icon   Stellungnahme Kanton
 
 
Informationen:

Pläne des geplanten Strassensanierungsprojektes (zur Orientierung)
 
PDF Icon   Plan Umsetzung Begegnungszone
PDF Icon   Normalprofile
Erneuerung Schöneggstrasse in Realisierung
 

 
Die Schöneggstrasse dient als Hauptsammelstrasse der Erschliessung des Westquartiers und als Verbindung vom Westquartier ins Zentrum von Brugg. Für alle Verkehrsteilnehmer wie den motorisierten Individualverkehr, den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr übernimmt die Schöneggstrasse im Anschluss an die Badstrasse eine wichtige Verbindungsfunktion. Sie soll den sammel- und verkehrsorientierten Charakter beibehalten. Die seitlich einmündenden Quartiererschliessungsstrassen bleiben unverändert und werden neu mit Trottoirüberfahrten an die Schöneggstrasse angeschlossen. Die Schöneggstrasse weist eine Fahrbahnbreite von 6 m und eine Gesamtlänge von rund 390 m auf. Dazu kommen die beidseitig verlaufenden Trottoirs in der Breite von je 2 m.

Gemeinsam mit den Infrastrukturleitungen der IBB Energie AG wird der gesamte Strassenkörper der Schöneggstrasse erneuert.

Um die charakteristische Erscheinung der Schöneggstrasse zu erhalten, werden die breiten Randsteine aus Granit wiederverwendet oder, wo sie fehlen, ergänzt. Damit entsteht ein einheitliches Strassenraumbild.

Die Realisierung erfolgt von Ostern 2018 bis zum Jahreswechsel 2018/2019. Der Deckbelagseinbau ist im Frühling 2019 vorgesehen.
 
 
 
Informationen:
 
PDF Icon   Technischer Bericht
Campus Passage und Aufgang Neumarkt
 

 
Die bauliche Umgestaltung und die Vergrösserung der Personen- und Velounterführung "Campus Passage" zwischen den wichtigen Zentren der Stadt Brugg und der Gemeinde Windisch.
 
 
 
Informationen:
 
PDF Icon   Projektbeschreibung
PDF Icon   Machbarkeitsstudie Okt 2009
PDF Icon   Ausführungsstand Sep 2010
Massnahmen aus dem Verkehrsmanagement Brugg auf der Zurzacherstrasse wie Verlängerung Vorsortierung, Lichtsignalanlage "Langmatt", Busschleuse "Au" und flankierende Massnahmen "Sommerhalden"
 

 
Der Verkehr auf der Zurzacherstrasse hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Der durchschnittliche tägliche Verkehr (DTV) beträgt ca. 18‘000 Fahrzeuge. Der öffentliche Verkehr wird in Fahrrichtung Brugg infolge der unzureichenden Stauräume am Verkehrsknoten Casino stark behindert. Die Folge sind Verspätungen, die regelmässig den Verlust der Anschlussverbindung am Bahnhof Brugg nach sich ziehen. Der öffentliche Busverkehr aus Richtung Villigen erleidet heute in den Verkehrsspitzenstunden Verlustzeiten von 7 bis 15 Minuten. Die Transportkette ist insbesondere zu Hauptverkehrszeiten nicht mehr gewährleistet. Das führt zu Attraktivitätsverlust der öffentlichen Verkehrsmittel. Alternative Routen können die Busse aufgrund der Netzstruktur und der Erschliessung der Quartiere an der Zurzacherstrasse nicht wählen. Eine separate Busspur ist aufgrund der Platzverhältnisse und des sehr grossen baulichen und langfristigen Aufwandes nicht zweckmässig.

Mit der Verlängerung der Vorsortierung beim Verkehrsknoten „Casino“ und weiteren Massnahmen soll der öffentliche Busverkehr in den Verkehrsspitzenzeiten beschleunigt werden. Dabei sollen die anstossenden Quartiere nicht mit Schleichverkehr belastet und der motorisierte Individualverkehr (MIV) in den verkehrsärmeren Zeiten nicht behindert werden. Mehr Informationen können auf der Homepage des Kantons Aargau, unter www.ag.ch unter Mobilität & Verkehr / Verkehrsmanagement bezogen werden.

Die Realisierung ist im Gange.
 
 
 
Informationen:
 
PDF Icon   Einwohnerratsvorlage
PDF Icon   Verlängerung Vorsortierung; Technischer Bericht
PDF Icon   Verlängerung Vorsortierung; Situationsplan 1:500
PDF Icon   Verlängerung Vorsortierung; Signalisationsplan 1:500
PDF Icon   Verlängerung Vorsortierung; Kostenvoranschlag
PDF Icon   Lichtsignalanlage "Langmatt" und Busschleuse "Au"; Projektdossier
PDF Icon   Flankiernde Massnahmen "Sommerhalden"; Bericht
Südwestumfahrung Brugg K128)
 

 
Dem Gesamtprojekt Südwestumfahrung Brugg wurde in den Volksabstimmungen in Brugg und Windisch zugestimmt. Die grossrätliche Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung hat das Projekt ebenfalls gutgeheissen und die Grosse Rat hat über die Finanzierung entschieden. Das öffentliche Baubewilligungsverfahren wurde durchgeführt. Die Beschwerde gegen das vom Regierungsrat im Oktober 2016 gutgeheissene Projekt konnte behandelt werden. Damit ist das Bauvorhaben rechtskräftig. Zurzeit laufen der erforderliche Landerwerb und die Ausführungsprojektierung. Gemäss Departement Bau, Verkehr und Umwelt werden die Bauarbeiten im Verlaufe des Sommers 2018 ausgeschrieben, so dass voraussichtlich im Frühjahr 2019 der Baustart erfolgen kann.
 
 
 
» Informationen vom Kanton
Sanierung der Kantonsstrasse im Bereich "Vorstadt und Baslerstich" und den Ausbau des "Baslerstichs" für den Fuss- und Radverkehr sowie öffentlichen Verkehr
 

 
Die Anliegen einer besseren Anbindung der Vorstadt an die Altstadt mit sichereren Fuss- und Radverbindungen sowie einer besseren Strassenraumgestaltung bestehen schon seit einigen Jahren. So forderte bereits im Jahr 2003 die Motion von Beat Ganz die städtebauliche Verbesserung. Zwischenzeitlich fand an der Baslerstrasse in Richtung Umiken eine rege Bautätigkeit statt, was wiederum für die gewachsene Wohnbevölkerung eine bessere Anbindung bezüglich des Fuss- und Radverkehrs in Richtung Stadtzentrum erfordert. In der Folge wurde unter der Federführung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt und mit Einbezug einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Anwohnern, Gewerbe, Fachstellen des Kantons und der Stadtverwaltung, das Vorprojekt „Freiraumgestaltung Vorstadt Brugg“ erarbeitet. Im Jahr 2011 unterbreitete der Kanton dem Stadtrat das Bauprojekt zur Genehmigung. Dieses musste jedoch aus finanzpolitischen Überlegungen zurückgestellt werden.

Im Dezember 2015 hob der Stadtrat die Sistierung des Projekts auf und beantragte dem Kanton die Wiederaufnahme der Planungen zur Sanierung und Gestaltung der Vorstadt. Im Lichte der neuen Normen, Standards und Rahmenbedingungen überprüfte das Departement Bau, Verkehr und Umwelt das Projekt und überarbeitete dieses entsprechend.

Um die Betriebssicherheit weiterhin zu gewährleisten, folgt daraus als primäres Ziel eine Sanierung der Beläge der Kantonsstrasse. Die Vorstadt als bedeutender historischer Altstadtteil hat seit dem Ausbau der Bözberg-Hauptverbindungsachse stark in ihrer Erscheinung eingebüsst. Weiter beurteilt das Departement Bau, Verkehr und Umwelt die Strassenanlage für den Fuss- und Veloverkehr sowie für den öffentlichen Verkehr als ungenügend.

Weitere Ziele des Projektes sind daher, bei optimierter Funktionalität den Strassenraum aufzuwerten und trotz Verkehrsbelastung die Vorstadt als attraktiven Ort für alle Benutzenden erlebbar zu machen. Andererseits sollen stadträumliche Anpassungen und Verbesserungen bezüglich Betrieb und Gestaltung realisiert werden. Die Verkehrssicherheit für den Fuss- und Radverkehr, der Lärmschutz sowie das Behindertengleichstellungsgesetz wurden im Projekt entsprechend berücksichtigt.

Vor der Belagssanierung werden koordiniert auch die Infrastrukturleitungen saniert und erweitert.

Fachgruppe befasst sich mit der Bodenbelagsart
An der Sitzung vom 29. Juni 2018 wies der Einwohnerrat den Antrag 1 für die Sanierung der Kantonsstrasse im Gesamtperimeter „Vorstadt und Baslerstich“ zurück. Er stellte die Behindertenfreundlichkeit der gepflästerten Belagsflächen generell in Frage und beauftragte den Stadtrat, die Ausführung mit Natursteinpflästerungen gemäss Bauprojekt neu zu überprüfen.

Der Stadtrat setzt eine Fachgruppe ein, welche die Anforderungen an die Belagsart auf den Gehwegbereichen im Projektperimeter nochmals überprüft und weitere Alternativen ausarbeitet. Die Fachgruppe besteht aus Stadtrat Reto Wettstein, Kreisingenieur Giuliano Sabato, Bereichsleiter Tiefbau Stefan Zinniker, einem Vertreter der Procap, Denkmalpfleger Heiko Dobler, Projektingenieur Philipp Huber und Architekt Jan Stoos.

Die Fachgruppe erstellt zuhanden des Stadtrates eine Dokumentation mit den Abklärungen und einer Empfehlung. Es sollen Gestaltungsvarianten ausgearbeitet werden, welche einerseits die Anforderungen für Menschen mit Behinderung und andererseits bezüglich des Ortsbildes als „geeignet“ erfüllen. Dies gilt im Speziellen für die Belagsart in den Gehwegbereichen. Die Varianten werden einer politischen Begleitkommission vorgestellt. Auf dieser Basis wird der Stadtrat dem Einwohnerrat den zurückgewiesenen Antrag nochmals vorlegen.
 
 
 
Informationen:
 
PDF Icon   Einwohnerratsvorlage
PDF Icon   Gesamtplan
PDF Icon   Situationsplan
PDF Icon   Gestaltung Stützmauer
PDF Icon   Signalisations- und Markierungsplan
PDF Icon   Technischer Bericht
PDF Icon   Kostenvoranschlag
Einführung von Tempo-30-Zonen
 

 
Der Kommunale Gesamtplan Verkehr wurde am 29. Mai 2017 vom Stadtrat beschlossen. Eine Massnahme des KGV sieht die quartierweise Einführung von Tempo-30-Zonen auf den meisten Gemeindestrassen mit Ausnahmen vor. Dabei sind die quartierweise Realisierung, die Etappierbarkeit, die kostengünstige Umsetzung, das Weglassen von baulichen Schikanen und der Einbezug der Bevölkerung durch eine breite Information wichtige Zielsetzungen des Stadtrates.

Im Herbst 2017 setzte der Stadtrat eine Projektkommission Verkehr mit projektbezogener Auftragsdefinition zur Erarbeitung des Konzepts „Tempo-30-Zonen in Brugg“ ein. In der Kommission nahmen Vertreter der Quartiere Brugg West, Zentrum, Sonnebärg, Lauffohr und Umiken, die IG Verkehrssicherheit, ein Stadtratsvertreter, der Bereichsleiter Tiefbau, der Regionalpolizeichef sowie ein Verkehrsplaner Einsitz. Die Projektkommission Verkehr erarbeitete mit der Unterstützung des Verkehrsplaners ein umfassendes Konzept zur Einführung von Tempo-30-Zonen. Dem Konzeptbericht mit dem dazugehörigen Plan vom 6. April 2018 stimmte der Stadtrat am 9. Mai 2018 zu.

Am 7. September 2018 bewilligte der Einwohnerrat den Kredit für die Umsetzung von Tempo 30 auf Gemeindestrassen.
 
Die Einführung von Tempo-30-Zonen macht Sinn
In einer Tempo-30-Zone gilt der Grundsatz der Koexistenz und der gegenseitigen Rücksichtnahme aller Verkehrsbeteiligten. Durch die Reduktion der Fahrgeschwindigkeit auf 30 km/h steigt generell die Aufmerksamkeit der Autofahrer und reduziert die Reaktions- und Bremszeit. Mit Tempo 30 sinkt der Geschwindigkeitsunterschied zwischen den Verkehrsteilnehmenden und gefährliche Konflikte können damit entschärft werden. Das Unfallrisiko nimmt ab und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmen verbessert sich.

Im Grundsatz und wie im Konzept „Tempo-30-Zonen“ (Kapitel G) beschrieben, sollen Fuss-gängerstreifen, welche nicht direkt bei Schulen, Kindergärten, Heimen oder auf Schulwegen liegen, entfernt werden. Wo keine besonderen Schutzbedürfnisse für die zu Fussgehenden bestehen, ist die Entfernung der Fussgängerstreifen in der Tempo-30-Zonen folgerichtig. Mit der Entfernung von Fussgängerstreifen soll ein höheres Koexistenzniveau in den Strassenräumen und damit eine höhere Verkehrssicherheit erreicht werden. Zu Fuss gehende Personen sollen die Strasse dort queren können, wo ihre Wunschlinie liegt, nicht nur bei Fussgängerstreifen. In vielen Quartierstrassen bestehen schon heute weder Trottoirs noch Fussgängerstreifen und das Queren der Strasse funktioniert gut.

Der Übersichtsplan zeigt eine erste Einschätzung, wie mit den bestehenden Fussgängerstreifen umzugehen ist. Die definitive Aussage wird mittels einer Detailprüfung im Rahmen des Detailgutachtens, welches zur öffentlichen Auflage kommt, vorgenommen. Vorgängig wird die Bevölkerung in den betroffenen Quartieren anlässlich von Informationsveranstaltungen orientiert.

In den Quartieren sind bereits viele Verzweigungen mit Rechtsvortritt geregelt und entsprechend markiert. Diesbezüglich sind die Quartiere gut auf die Einführung einer Tempo-30-Zone vorbereitet und es braucht nur an einzelnen Stellen weitere Massnahmen (Überprüfung im Detailgutachten).

Aus Erkenntnissen von anderen Gemeinden weiss man, dass das Verkehrsregime mit Tempo 30 und flächigem Queren gute Resultate zeigt. Der Verzicht resp. die Reduktion der Fussgängerstreifen führte zu einer Verringerung der Konflikte zwischen den Zufussgehenden und den Autofahrenden. Die Kommunikation und Interaktion der Verkehrsteilnehmenden haben sich verbessert.

Bei den Quartierstrassen gibt es viele Grundstücke und Parkplätze, die direkt von der Strasse her erschlossen sind. Bepflanzungen, Mauern, Sichtschutzwände etc. entlang der Strasse beeinträchtigen die Sicht zwischen den Verkehrsteilnehmenden auf der Grundstückszufahrt und den Verkehrsteilnehmenden auf der Strasse. Zusätzlich wird oft rückwärts auf die Quar-tierstrassen gefahren, wobei die Sicht auf die Fahrbahn besonders schlecht ist. Personen können bei schlechten Sichtverhältnissen leicht übersehen werden und befinden sich dann in einer Gefahrensituation. Das tiefere Geschwindigkeitsniveau in den Quartieren hilft dies zu entschärfen. Eine Umgestaltung der Grundstückszugänge bezüglich den Sichtzonen wäre unverhältnismässig und würde den Liegenschaftsbesitzenden hohe Kosten verursachen.

Neben der erhöhten Sicherheit kann auch die Lärmbelastung für die Anwohner gesenkt werden.

Der Stadtrat ist überzeugt, dass mit Tempo-30 in den Quartieren das Stadtleben insgesamt an Qualität gewinnt.
 
Informationen:
 
PDF Icon   Bericht "Konzept Tempo-30-Zonen" vom 6. April 2018
PDF Icon   Konzeptplan 1:2’500 vom 6. April 2018